Am letzten Tag der Ausstellung „Der Duft des Sonnenlichtes“ fand ein besonderer Workshop statt, der nicht nur Technik vermittelte, sondern auch Lust auf mehr machte: die Lasurtechnik mit Acrylfarben.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde führte Künstlerin Elena Lauf in die Welt der Acrylfarben ein. Dabei ging es zunächst um die Frage: Woran erkennt man unterschiedliche Acrylfarben und ihre Eigenschaften? Direkt in der Ausstellung konnten die Teilnehmer verschiedene Maltechniken nachvollziehen und erhielten so einen anschaulichen Zugang zur Praxis.




Im Mittelpunkt des Workshops stand die Lasurtechnik. Als Motiv dienten vier Tassen, die von allen Teilnehmern als Vorlage genutzt wurden. Der Einstieg begann klassisch mit einer Skizze auf festem, dünnem Papier. Mit einem einfachen Trick – weicher Bleistift auf der Rückseite – ließ sich die Zeichnung sauber auf den Malgrund übertragen.
Anschließend wurde das Bild in Grundfarben angelegt. Schritt für Schritt entstanden Formen, bevor Licht und Schatten das Motiv lebendig machten. In einer kleinen Pause demonstrierte Elena Lauf die Lasurtechnik: das Arbeiten mit transparenten Farbschichten, die Tiefe und Leuchtkraft erzeugen.




Nach etwa zwei Stunden intensiver, aber entspannter Arbeit waren die Bilder vollendet. Die Freude über die eigenen Ergebnisse war deutlich spürbar – jedes Bild individuell, jedes mit eigener Handschrift.
Der Workshop hinterließ Eindruck: Drei Teilnehmer äußerten spontan den Wunsch nach einer Wiederholung und zeigten Interesse an einem weiterführenden Kurs.

Mit diesem Workshop fand die erste Ausstellung der Künstlerin einen stimmigen Abschluss. Unser Dank gilt Elena Lauf, die nicht nur mit ihren Bildern bereichert hat, sondern ihr Wissen und ihre Erfahrung in zwei Workshops während der Ausstellungszeit großzügig weitergab.
Egon Höcker, 29.03.2026
Links:
Infobox: So liest du eine Acrylfarb-Tube
Beim Kauf von Acrylfarben helfen dir diese Hinweise auf der Verpackung:
Konsistenz
Heavy Body → dickflüssig, für Struktur
Soft Body → cremig, für Flächen
Fluid / High Flow → dünnflüssig, ideal für Lasuren
Qualität
Fine / Extra Fine → hohe Qualität, starke Pigmente
Studio / Basic → günstiger, für Einsteiger
Deckkraft (Karosymbol)
□ transparent (ideal für Lasuren)
◩ halbdeckend
■ deckend
Lichtechtheit
★★★ sehr lichtecht (bleibt lange farbstabil)
Pigmentangaben
Kürzel wie PB, PR, PY zeigen die verwendeten Pigmente
Tipp: Für die Lasurtechnik eignen sich besonders transparente Farben (□) und flüssige Konsistenzen.
