Begegnungen, Gespräche und neue Ideen

 

Am 6. Juni 2026 verwandelte sich die Schnellerstraße in Schöneweide erneut in einen lebendigen Ort der Begegnung. Das Fest der Demokratie lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher an und zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig, bunt und engagiert unser Stadtteil ist.

20260606 Fest der Demokratie Schoneweide

Entlang der Schnellerstraße präsentierten sich Vereine, Initiativen, Parteien, soziale Träger und Organisationen. Auf zwei Bühnen sorgten Musikerinnen und Musiker für ein abwechslungsreiches Programm, während zahlreiche Angebote für Kinder und Familien zum Mitmachen einluden.

Auch Bezirksbürgermeister Olaf Igel war vor Ort. In vielen Gesprächen suchte er den direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern und unterstrich damit die Bedeutung von Bürgernähe und Austausch für ein lebendiges demokratisches Miteinander.

Das Kulturzentrum Schöneweide Ratz-Fatz war unter der Leitung von Eva Gleibs mit einem eigenen Stand vertreten. Gemeinsam präsentierten verschiedene Akteure ihre Projekte und Ideen. Es wurde für Coraggios neuen Zirkuskurs in den Sommerferien geworben. Der Kunstverein Treptow stellte seine Kalender vor und informierte über Mal- und Zeichenkurse sowie Workshops. FairSpiel lud an einem eigenen Tisch zu Spielen rund um das Thema Demokratie ein. Der Zauberschloss e.V. bot Zauberstäbe an und machte auf sein geplantes Großereignis im Jahr 2027 aufmerksam.

Ein besonderer Publikumsmagnet war das Fischerspiel, das bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt war. Für viel Spaß und Unterhaltung sorgte Chris von FairSpiel. Ein echter Hingucker waren zudem drei Damen eines Chores, die mit ihren Berliner Kleidern im Stil der 1920er Jahre viele bewundernde Blicke auf sich zogen.

Der Kunstverein Treptow wurde durch Werner, Vivien, Joshi, Peter, Reinhold und mich vertreten. Gemeinsam warben wir für unsere Kindermalkurse, Ausstellungen und den aktuellen Kalender.

Für mich persönlich bot das Fest zahlreiche Gelegenheiten, mit Besucherinnen und Besuchern, Vereinen und Initiativen ins Gespräch zu kommen. Als Verantwortlicher für die Ausstellungen im Ratz-Fatz nutzte ich jede Möglichkeit, Interesse für einen Besuch des Hauses zu wecken, neue Kontakte zu knüpfen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten.

Besonders erfreulich waren mehrere vielversprechende Gespräche:

  • Mit dem Kinderklub in der Roten Schule wurde die Idee einer gemeinsamen Ausstellung diskutiert, bei der Kinder den gesamten Weg von der ersten Idee bis zur Finissage kennenlernen könnten.
  • Mit einer Street-Art-Initiative wurde über ein mögliches gemeinsames Graffiti-Projekt gesprochen.
  • Integrations- und Migrationsorganisationen zeigten Interesse daran, das Interkulturelle Café im Ratz-Fatz künftig mit Leben zu erfüllen.
  • Darüber hinaus konnten Kontakte zu zwei Künstlerinnen bzw. Künstlern geknüpft werden, die sich eine Ausstellung im Ratz-Fatz vorstellen können.

Ob aus diesen Gesprächen konkrete Projekte entstehen, wird die Zukunft zeigen. Das Fest der Demokratie hat dafür jedoch den idealen Rahmen geschaffen.

Es war ein Fest der Vielfalt, der Begegnungen, des Austauschs, der Bürgernähe, der Freude und der gegenseitigen Wertschätzung. Es zeigte einmal mehr, wie ein friedliches und respektvolles Miteinander funktionieren kann.

Für die Besucherinnen und Besucher war das Fest der Demokratie ein echtes Erlebnis – und für viele Beteiligte sicherlich auch eine Inspiration für neue gemeinsame Vorhaben.

Egon Höcker, 07.06.2026
© Fotos von Egon Höcker und Peter Heibel